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Wenn der Tod zum Feind wird, wird das Leben zum Kampf!
In meiner Arbeit mit Menschen stoße ich immer wieder sehr schnell an einen Punkt, in dem eine Therapie zu kippen droht. Es ist der Punkt, an dem der Klient mit allen Mitteln versucht, die Begegnung mit einem bestimmten Problem, mit einem bestimmten Gefühl oder mit einer bestimmten Erfahrung zu vermeiden.
Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, an dem viele Therapien oder Hilfen scheitern, weil der Therapeut leider zu sehr versucht, dem Klienten zu "helfen". Dadurch entsteht dann nicht nur ein großer Erfolgsdruck für den Therapeuten, sondern meist übernimmt er dabei auch viel zu viel Verantwortung für die Heilung des Klienten. Durch Erfolgsdruck und durch die Verantwortung für die Heilung eines Klienten wird aber genau das unterdrückt, was die Heilung in einem ganzheitlichen Sinne ermöglichen würde: Hingabe, Vertrauen und Selbstverantwortung!
Durch ein paar wichtige Fragen zu diesem Thema, die ich mir selbst gestellt habe, möchte ich etwas Klarheit schaffen:
Oder auch im umgekehrten Fall:
Wenn das so ist, dann ist Krankheit, Leid, Depression, Schmerz, Angst, Wut, Schuld, Tod... etwas, das ich vermeiden muss. Ja, all dies ist mein Feind und ich befinde mich im Kampf dagegen. Doch kann Kampf oder Vermeidung der Sinn einer Therapie oder einer Lebenshilfe sein?
Ist es bei der Therapie also genauso, wie in einer Autowerkstatt, dass nur repariert wird, wo es noch einen Sinn hat?
Ist nicht der Sinn vielmehr der, die Lebensqualität eines Menschen zu erhöhen? Ist Therapie nicht vielmehr eine Richtungsweisung und Wegbegleitung, die in der Energiearbeit einfach mit Hilfe von Energien geschieht?
Und ist es nicht so, dass selbst wenn der andere nichts von meiner Hilfe nimmt, ich ihm doch etwas vorleben kann, an das er sich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt erinnern kann?
Das höchste Gut eines Therapeuten:
Selbstverantwortung lehren!
Und für mich das Wichtigste: Ist es nicht viel wichtiger einem Menschen zu helfen, ein Stück weit zu sich selbst oder zu Gott zurück zu finden oder ihm genau diesen "Rückweg" einfach vorzuleben, als zu versuchen, eine Krankheit, ein Problem oder eine Emotion irgendwie wegzumachen oder aufzulösen? Also ist die grundlegende Frage: Ist es nicht besser, jemanden den Umgang mit einem Problem zu lehren, als die Vermeidung davon?
Gerade vor kurzem durfte ich einer schwer kranken Frau helfen, den Kontakt zur ihrem Schutzengel wieder zu finden und mit sich selbst und ihrer Situation versöhnlicher umzugehen. Genau diese Frau ist nun gestorben. Nicht weil sie es nicht geschafft hatte, sondern weil sie es so wollte, weil sie in sich gefühlt hat, dass es nun Zeit wäre, zu gehen...
Wie sehr macht es mich da doch glücklich zu fühlen, dieser Frau ein Stück weit auf dem Weg zu sich selbst geholfen zu haben. Nein, ganz sicher ist der Tod nicht unser Feind und auch nicht die Krankheit, nur die Weigerung, mit ihnen umzugehen! Denn genau durch diese Weigerung unterdrücke ich die Kraft in mir selbst, die mich all dies verstehen, überwinden und heilen lassen würde.
Die größte Macht eines Therapeuten:
Seine Liebe zu Gott!
Therapie, Heilung, Lebenshilfe, Energiearbeit? - Alles geben und auch wieder alles Loslassen - klingt das nicht nach Liebe? Ja, alles tun, um einem Menschen zu helfen und doch auch wieder komplett Loslassen und ihn in Gottes Hände legen, denn letztlich liegt die Heilung doch sowieso in seinen Händen. Ich meine, auch was Heilung für diesen Menschen nun wirklich bedeutet. Und dazu kann eben manchmal der Weg durch eine Krankheit, durch schwierige Gefühle oder manchmal sogar der Tod gehören...
Genau diese Frau, die nun gestorben ist, hat durch all die Hilfen, die sie von vielerlei Menschen bekommen hatte, den Weg der Heilung in sich selbst gefunden, was in ihrem Fall eben bedeutete, dass sie dorthin zurückkehrte, wo sie hergekommen ist. Sie ist ein Stück weit heimgekehrt und erlebt dort momentan ganz sicher sehr viel Heilung.
Spirituelle Lebenshilfe ist für mich ein Mysterium geworden, in dem ich Menschen begleiten darf, ebenfalls mehr dem Mysterium des Lebens zu begegnen. Somit ist auch der Sinn und das Ziel in meiner Ausbildung in spiritueller Lebensberatung nicht die Heilung von Krankheiten oder das "Wegmachen" von Problemen oder vielleicht sogar das Versprechen eines sorglosen und glücklichen Lebens, sondern:
Die größte Hilfe für einen Therapeuten:
Seine eigene Hingabefähigkeit!
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